Krankenhaus der Zukunft

Das Forschungsprojekt „Hospital Engineering – Innovationspfade für das Krankenhaus der Zukunft“ hat sich das Ziel gesetzt, die Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen auf die komplexen Anforderungen und die Konkurrenzsituation der Zukunft vorzubereiten. Der Ansatz ist eine multiperspektivische Betrachtung des Gesamtsystems „Krankenhaus“ mit einer ganzheitlichen Untersuchung aktueller Innovationen und deren Auswirkungen auf angrenzende Teilbereiche:

Blinden-Arbeitsplätze im klinisch-administrativen Bereich (Krankenhaus-Informationssysteme/KIS)

Blinden-Arbeitsplatz im klinisch-administrativen BereichFür die Integration Blinder im klinisch-administrativen Bereich ist eine vollständige Bedienbarkeit der eingesetzten KIS Systemsoftware zwingend notwendig. Papenmeier entwickelt in Kooperation mit dem BLiZ intelligente Software-Erweiterungen für Bildschirmleseprogramme (Screenreader), die in Verbindung mit den innovativen Braillezeilen der BRAILLEX EL-Serie ein optimales Arbeiten mit dem KIS-System ermöglichen.

So können Prozessschritte wie Stammdatenerfassung, Berichtserstellung, Leistungs- und medizinische Dokumentation effektiv auch von Blinden bearbeitet werden.

In Zusammenbarbeit mit:

Zugänglichkeit von Patientenaufklärungsbögen für Menschen mit Seh- oder Hörbeeinträchtigung

Patient im Gespräch mit einer Ärztin bei der Beratung vor einem BRAILLEX-Blindenarbeitsplatz

Der demografische Wandel in Deutschland lässt den Altersdurchschnitt der Bevölkerung permanent ansteigen. Mit einem höheren Lebensalter gehen gesundheitliche Einschränkungen einher. Die Zahl an stationär oder ambulant behandelten Patienten wird daher aller Voraussicht nach künftig wachsen. Häufig ist insbesondere bei älter werdenden oder an Diabetes erkrankten Menschen eine Abnahme der Seh- bzw. Hörfähigkeit zu verzeichnen. Diese Patienten sind dann nicht in der Lage, einen auf Papier gedruckten Patientenaufklärungsbogen eigenständig zu lesen, geschweige denn, ihn ohne Hilfe auszufüllen. Bei Patientendaten und Informationen zum Gesundheitszustand Vorerkrankungen, Allergien, Erkrankungen, Infektionen) handelt es sich um schützenswerte Daten. Alle Menschen müssen gleichermaßen in der Lage sein, solche persönlichen Angaben in einem entsprechenden Aufklärungsbogen eigenständig zu tätigen und, falls erforderlich, eine Unterschrift zu leisten.

Um dies zu erreichen, müssen Patiententerminals über eine ergonomische Zugänglichkeit verfügen. Um Patientenaufklärungsbögen ergonomisch zu gestalten, wird für blinde Menschen an das Patiententerminal eine Braillezeile mit einer integrierten Tastatur angebunden. Zusätzlich gibt es eine Sprachausgabe als Ausgabemedium. Auf diese Weise wird es der sehbeeinträchtigten oder blinden Person möglich, den Patientenaufklärungsbogen eigenständig zu lesen und auszufüllen. Für Menschen mit einer Sehbehinderung wird das Patiententerminal außerdem mit einer Bildschirmvergrößerungssoftware ausgestattet. Videos, die zur Aufklärung von Untersuchungen bzw. Operationen und deren Nebenwirkungen dienen, werden mit auditiven Informationen ausgestattet, so dass auch diese vollständig von Menschen mit einer Seheinschränkung nachvollzogen werden können.

In Zusammenbarbeit mit: