Historie

1975 – BRAILLEX - Das erste Gerät mit einer elektronischen Braillezeile

BRAILLEX, die erste elektronische Braillezeile im Jahr 1975

In den frühen 70er Jahren arbeitete Papenmeier gemeinsam mit Prof. Dr. Werner Boldt von der Universität Dortmund an einem Forschungsprojekt. Das Ergebnis wurde 1975 der Öffentlichkeit präsentiert: BRAILLEX, das erste Gerät mit einer elektronischen Braillezeile. Damit war der Grundstein für den Fachbereich RehaTechnik gelegt. BRAILLEX speicherte Informationen und gab sie in Blindenschrift auf der elektronischen Braillezeile wieder. Informationen konnten über die Tastatur eingegeben und unter einem Stichwort gespeichert werden. Unter diesem Stichwort konnten die Informationen später wieder aufgerufen werden. BRAILLEX wurde sehr populär. Die Benutzer bevorzugten BRAILLEX vor allem wegen der einfachen Bedienung und der schnellen Wiedergabe der Informationen.

1979 – Papenmeier erhält den Louis-Braille-Preis

Papenmeier erhält 1979 den Louis-Braille-Preis

Im Jahr 1979 erhielt Papenmeier für BRAILLEX den Louis-Braille-Preis. Heute ist der BRAILLEX-Prototyp als Meilenstein der Technik für Blinde im Deutschen Museum in München ausgestellt. BRAILLEX wurde in der ursprünglichen Fassung mehr als 10 Jahre verkauft. Während dieser Zeit wurde es mehrfach modifiziert: so ersetzte das Floppy-Disketten-Laufwerk die Datenspeicherung auf Audio-Kassetten. Eine serielle Schnittstelle wurde ergänzt, um den Anschluss anderer Geräte zu ermöglichen. So konnte BRAILLEX mit einer Speicherschreibmaschine, einem Brailledrucker oder mit einer der gerade aufkommenden Home-Computer verbunden werden. Später dann entwickelte Papenmeier gemäß der Anforderungen blinder Computerbenutzer neue Braillezeilen zum Anschluß an Personal Computer. BRAILLEX wurde zum Markenzeichen einer ganzen Produktfamilie von Blindenschriftzeilen aus dem Hause Papenmeier.

1981

In den frühen 80er Jahren nutzten blinde Stenotypisten und Schreibkräfte eine Speicherschreibmaschine mit LCD. Die Informationen, die im LCD angezeigt wurden, zeigte eine Blindenschriftzeile gleichzeitig in Braille an. Das Gerät hieß BRAILLEX Control. Personen mit fortgeschrittenen Bedürfnissen nutzten den ersten freiprogrammierbaren Computer mit integrierter Blindenschriftzeile, den BRAILLEX PC.

1985

führte F.H. Papenmeier die erste Blindenschriftzeile zum Anschluss an IBM PC und Kompatible, BRAILLEX IB 80, in den Markt ein. Mit dieser Hardwarelösung war Blinden der Zugang zu allen PCs und jeder Software möglich, solange sie im reinen Textmodus arbeiteten.

1991

In diesem Jahr wurde die neuartige Braillezeile BRAILLEX 2D Screen herausgebracht, damit blinde PC-Benutzer mit den Veränderungen der PC-Welt Schritt halten konnten. BRAILLEX 2D Screen ermöglichte dem Blinden neben der Wiedergabe der Bildschirminformationen zusätzlich den Überblick über die Struktur des gesamten Bildschirminhaltes. Die zunehmende Verwendung grafischer Benutzeroberflächen bei der Softwareentwicklung stellte Papenmeier vor eine neue Herausforderung.

1994

Durch vorausschauende Entwicklungstätigkeit konnte 1994 Papenmeier mit dem Produkt WinDOTS rechtzeitig diese Lücke schließen. WinDOTS übersetzt grafische Benutzeroberflächen in Text, so dass blinde PC-Benutzer ebenso mit Windows arbeiten können wie Sehende auch, da die besondere Windows-Struktur erhalten wurde. WinDOTS ist besonders leicht zu bedienen und entwickelte sich daher schnell zum Bestseller.

1999

Seit Mitte 1999 vertreibt Papenmeier den ScreenReader JAWS von Henter-Joyce. Seit Frühjahr 1999 ist eine neue Generation von Braillezeilen im Lieferprogramm, die mit der Navigationsleiste einen ganz neuen Bedienkomfort bieten. Als besonderes Bedienelement haben alle BRAILLEX EL-Modelle eine Navigationsleiste, mit der wesentlich effektiver gearbeitet werden kann.

2009

Seit Dezember 2009 ist die neue hochauflösende Vorlagenlesekamera VISULEX Eagle Pro auf dem Markt. VISULEX Eagle Pro ist die erste Vorlagenkamera, die ein originalgetreues Bild im Widescreen-Format liefert. Menschen die von RP (Retinitis Pigmentosa) betroffen sind, haben hohe Anforderungen an ein hochauflösendes Kamerasystem. VISULEX Eagle Pro überzeugt durch extrem hohe Auflösung von 1920 x 1200 Bildpunkten und geringe Anfangsvergrößerung (1,1fach). Diese Funktionalität hilft beim Wahrnehmen von möglichst viel Text.

2009 bis heute

Mitwirkung in internationalen, u. a. EU geförderten Forschungsprojekten wie